Sommerwein - die Lieblingsjahreszeit im Burgenland

Zander, Nyikospark Neusiedl am See

Irgendwann muss der Winter ein Ende haben. In Anbetracht der heuer relativ milden Temperaturen wartet man im sonnenverwöhnten Burgenland nicht lange auf den ersehnten Frühling. Die bereits schon kräftig warmen Sonnenstrahlen sind endlich da. Mit dem ersten Austrieb der Knospen am Rebstock öffnen die beliebten Heurigen ihre gemütlichen Gastgärten. 

Abends ist es wieder länger hell und es bietet sich an, den Speiseplan weg von üppigen Festmahlen auf die bekömmlichere Sommerküche umzustellen. Mit viel Lust auf frische Salate und Kräuter, helles Fleisch und Fisch wird vielleicht auch schon zur ersten Grillfeier des Jahres geladen. Gemeinsam mit Freunden und Familie genießt man die Geselligkeit und steht jedes Jahr vor der selben Frage: Was sollen wir trinken? 

Neben den Rotweinsorten Blaufränkisch, Zweigelt, St. Laurent und Cabernet Sauvignon entwickeln die Weißweine wie Grüner Veltliner, Chardonnay, Welschriesling und Neuburger - mit einem beachtlichen Anteil von fast 50% im Burgenland - eine ideale Balance zwischen griffiger Mineralik und wunderbar elegant stützender Säure. Dank den klimatisch besten Bedingungen durch trockene und zum Teil auch kühle Winde, landet Jahr für Jahr qualitativ hochwertiges Traubenmaterial in den Kellern der burgenländischen Winzer. Mit größter Sorgfalt achten sie auf den exakten Lesezeitpunkt und bringen speziell für den Ausbau der Sommerweine eine verlockende Frische ins Glas, die sich nachhaltig am Gaumen spielt. 

Das Weinland Burgenland glänzt mit mehr als den – besonders bekannten - opulenten und vollmundigen Rotweinen. Gerade im Sommer bieten sich „kellerstiegenkalte“ und leichte Rotweine für den optimalen Trinkspaß an. Die ideale Genuss liegt zwischen 14°C und 17°C und ist für erfrischend fruchtige Rote vor allem aus den jüngeren Jahrgängen ab 2012 sehr zu empfehlen. Temperiert wird am Tisch in einem schönen Flaschenkühler oder umringt von Eisgamaschen. Der Mythos „Rotwein soll Zimmertemperatur haben“ kommt aus einer Zeit, da Schlösser und Häuser noch ohne Zentralheizung auskommen mussten und die Räumlichkeiten verhältnismäßig kalt waren. Rotweine mit bis zu 12,5% Alkohol dürfen also gerne aus dem Weinkühlschrank oder Erdkeller serviert werden. 

Spätestens zur Weinblüte Ende Mai ist das Thema „Sommerwein“ in aller Munde angekommen. Unter diesem Begriff versteht man trockene, spritzige und unkomplizierte Weine: so werden fruchtbetonte Rosé als Aperitif ebenso gerne genommen wie feingliedrige Winzersekte. Letztere gelten als besonders stilvoll, wenn deren Ausbau nach Champagnermethode geschieht: unter Zugabe von Hefe und Zucker wird der Grundwein für eine zweite Gärung in der Flasche mehrere Jahre im Keller gelagert und per Hand gerüttelt. 

Neben der erfrischenden Struktur fruchtiger Roséweine und der feinen Perlage burgenländischer Qualitätsschaumweine sind gut gekühlte und schlanke Rotweine eine ideale Ergänzung zu einem sommerlichen Essen. Mit der dem Anlass entsprechenden Auswahl von Speis und Trank, gelingen Feierlichkeiten oder ein romantisches Picknick unter freiem Himmel mit Sicherheit. Ob rot, weiß oder prickelnd: die Weine dürfen sich trotz aller Leichtigkeit im Mund entfalten und zu einem weiteren Glas animieren. Ganz besonders würzige Speisen finden mit kräftigen oder gereifteren Weiß- und Rotweinen, die im Reservebereich im Holz ausgebaut werden, einen soliden Begleiter. Für den weiteren Verlauf des Abends übernehmen die Winzer jedoch keine Verantwortung.

 

 

 

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