Was Winzer und Winzerinnen zum Jahrgang 2016 meinen...

Foto: Margit A. Schmid

STATEMENTS JAHRGANG 2016

Reinhold Krutzler (Weingut Krutzler), Deutsch Schützen

Der Jahrgang bringt tolle Weiß- und Rotweine mit hoher Qualität hervor. Bei uns am Eisenberg aber mit sehr geringer Menge.

 

Harald Tremmel (Weingut Tremmel), Rust

Weinjahr 2016 - Große Zufriedenheit - kleines blaues Auge.

Die Frostnächte hinterließen auch in unseren Weingärten ihre Spuren. Besonders betroffen in unserem Betrieb war der Blaufränkisch. Zu Beginn der Vegetationsperiode war auch der Niederschlag in Rust Mangelware - Regen ist jedoch noch rechtzeitig gekommen. Der Herbst war ein Traum und die erreichten Qualitäten hervorragend. Die Weine zeichnet eine intensive Aromatik mit einer pikanten Säurestruktur aus. Die Menge ist zwar geringer, aber die Qualität ist sehr gut!

 

Günter Triebaumer (Weingut Günter + Regina Triebaumer), Rust

2016 hat uns alles abverlangt: Spätfrost und zwei Mal Hagel - beides für Rust erstmalig seit dem Krieg. Was übriggeblieben ist, wird hohen Ansprüchen gerecht. Vitale Weißweine und dunkelst aromatische Rote - passt!

 

Thomas Schwarz (Weingut Kloster am Spitz), Purbach

Die Weine aus 2016 werden in punkto Komplexität und Spannung die Intensität der physischen und seelischen Strapazen beinahe übertreffen. Es gilt, wie schon des Öfteren in diesem Jahrtausend: Ernte ziemlich klein aber sehr fein! 

 

Gerhard Pittnauer (Weingut Pittnauer), Gols

Die Vegetationsperiode 2016 war durch den Spätfrost gleich zu Beginn sowie durch den häufigen Niederschlag und den damit verbundenen Infektionsdruck eine große Herausforderung. Auf der anderen Seite sorgte der ständige Wechsel von Sonnenschein und Regen für gute Wasserversorgung der Reben und in Verbindung mit einem Bilderbuchherbst zu hoher Traubenreife mit gleichzeitig niedrigen pH – Werten. Das Ergebnis sind vielschichtige Weine mit animierender Säurepikanz und einem sehr guten Reifepotential.

 

Bernd Nittnaus (Weingut Bernd Nittnaus), Gols

Ein mengenmäßig kleiner Jahrgang, bedingt durch Spätfrost, hat uns heuer die Naturunterschiede spüren lassen. Die Weine daraus sind nerviger, bedingt durch etwas mehr Säure, jedoch mit einer herausragenden Frucht ausgestattet. Eleganz und Finesse zeichnen 2016 aus.

  

Andi Kollwentz (Römerhof Kollwentz), Großhöflein

Erstmals seit 39 Jahren (31. März 1977) wurden unsere Weingärten am Leithagebirge wieder vom Spätfrost heimgesucht. Die Hälfte der Ernte wurde in drei Frostnächten Ende April vernichtet. Nach dieser Zäsur nahm die Witterung einen für die Reben außergewöhnlich günstigen Verlauf. Die Reben bekamen genügend Regen, und viele Sonnentage trugen zur raschen Entwicklung der Beeren bei. Sommertemperaturen bis 35 Grad und ein wunderschöner Altweibersommer sorgten für eine hohe Reife, der wenigen verbliebenen Trauben.

Am 8. September begannen wir die Ernte. Warmes, trockenes Wetter begleitete uns über alle 18 Lesetage und so konnten wir bei besten äußeren Bedingungen die letzten Trauben am Morgen des 4. Oktober einbringen. Hohe Reife, kerngesunde Trauben und eine starke Konzentration der Inhaltsstoffe - all dies verspricht einen großen Jahrgang!

 

Weingut Zieger, Neuhaus am Klausenbach

Die Menge von Jahrgang 2016 war sehr bescheiden (1/3 einer Normalernte)  

Die Weißweine zeichnen sich durch ein sehr würziges-feinfruchtiges Bukett, schöne Dichte, mäßigen Alkohol mit ausreichend Säure und Struktur aus. Die Rotweine zeigen ein ausgeprägtes sortentypisches Bukett, tiefdunkle Farbe mit viel Dichte und Länge, genügend Alkohol mit ausgewogener Säurestruktur.

 

Bernhard Fiedler (Grenzhof Fiedler), Mörbisch

Der extreme Spätfrost Ende April macht 2016 natürlich zu einem sehr markanten Jahrgang. Es wäre aber schade, wenn er nur deshalb in Erinnerung bleiben würde. Weiß-, Rot- und Süßweine sind nämlich von sehr guter Qualität und die Erntemenge war bei uns in Mörbisch nicht ganz so gering, wie anfangs befürchtet.

 

Sebastian Siess (Weingut Mad), Oggau

Der Weinjahrgang 2016 ist ein relativ kleiner in der Quantität, jedoch ein bedeutender in der Qualität. Dicht, extraktreich und komplex – der perfekte Ausdruck für das Weinjahr 2016. So einen Jahrgang sollte jeder im Keller haben!

 

Stefan Landauer (Weingut Landauer), Rust

Der Jahrgang 2016 erbrachte trotz Spätfrostschäden in Rust eine mengenmäßig gute Ernte. Die Qualität ist bei Weiß-, Rot- und Süßwein sehr hoch. Die Weine glänzen mit einer frischen Primärfrucht und toller Säurestruktur bei hoher Reife.

 

Andreas Nittnaus (Weingut Hans & Christine Nittnaus), Gols

Der Jahrgang 2016 war durch den verheerenden Spätfrost einer der kleinsten in der burgenländischen Weinbaugeschichte. Die Triebe und Trauben entwickelten durch den Spätfrost verzögert. Das kam vor allem den frühreifen bis mittelspätreifen Sorten entgegen. Aktuell präsentiert sich 2016 qualitativ als toller Jahrgang besonders hinsichtlich fruchtbetonter Weiß- und Rotweine. Die erfolgreiche, wenn auch sehr kleine, Eisweinernte war für uns dann ein versöhnlicher Abschluss für einen so schwierigen Jahrgang.

 

Thomas Hareter (Weingut Hareter), Weiden am See

Das Weinjahr 2016 war in jeder Hinsicht spannend. Mit Vertrauen in die Natur - gewonnen durch die jahrelange Erfahrung in der Bio-Landwirtschaft - konnten wir auch diesen Jahrgang rocken! Wir freuen uns einiges davon vorstellen zu dürfen!

 

Rene Pöckl, (Weingtu Pöckl), Mönchhof 

Bei uns war der Jahrgang 2016, bedingt durch den Frost, mengenmäßig sehr klein.  Da bei uns die Hauptsorte Zweigelt ist und dieser sehr stark vom Frost betroffen war, konnten wir nur eine kleine Menge, ca. 20%, ernten. Doch die Sorten Merlot, Cabernet und auch Blaufränkisch waren besser. Auch Pinot Noir brachte noch ein bisschen. Da konnten wir dann, durch den wunderbaren Herbst, sehr gute Qualitäten einbringen. Der Jungwein zeigt sich gut strukturiert, reife Tannine mit schöner Frucht. Also insgesamt ein Jahr mit viel Arbeit und wenig Lohn. Doch wir hoffen, dass das Jahr 2017 wieder ein gutes Jahr wird!

  

Kurt Feiler (Weingut Feiler Artinger), Rust

Klein aber besonders fein! Das Weinjahr 2016 zeigte uns zuerst einmal die eisig kalte "Schulter". 3 Tage Frost Ende April verursachten große Schäden und bedingten eine deutlich kleinere Erntemenge. Der Rest des Jahres war aber "eitel Sonnenschein" und so lässt 2016 wunderschöne Weine erwarten.

  

Hannes Klein (Weingut Michlits Stadlmann), Andau

Aufgrund des Spätfrostes Ende April ist unsere Ernte 2016 mengenmäßig mehr als unterdurchschnittlich ausgefallen. Qualitativ darf man sich auf keinem Fall beklagen - die Aromatik und Fruchtigkeit speziell bei den Weißweinen sorgen für einen enormen Trinkspaß. Mein persönliches Fazit zum Jahrgang 2016: klein aber fein...

  

Gerhard Haider (Weingut Haider), Illmitz

Der Austrieb war im Vergleich zu den Vorjahren leicht verfrüht und wurden gefolgt von massiven Spätfrostschäden in den letzten Aprilnächten. Im ideal verlaufenden Sommer wechselten sich ausreichende Niederschläge mit längeren sonnigen Phasen ab. Aufgrund des idealen Sommers und des minimalen Ertrages durch den Spätfrost konnte die Ernte mit toller Reife gestartet und auch die Süßweinernte bereits Mitte November abgeschlossen werden. Die Süßweine des Jahrganges zeigen sich fruchtbetont, duftig und durch die etwas höheren Säurewerte perfekt ausbalanciert. Rot und Weiß präsentieren sich etwas filigraner und schlanker als 2015.

 

Christioph Salzl (Seewinkelhof Salzl), Illmitz

Das Weinjahr 2016 war wieder eine große Herausforderung. Selten war eine Ernte so ungewiss und arbeitsintensiv wie die Vergangene. Der Spätfrost Ende April hat uns massiv zugesetzt und zu erheblichen Ernteausfällen geführt. Mit viel Fleiß und erheblichem Mehraufwand im Weingarten konnten wir die wenigen verbliebenen Trauben vollreif und in einwandfreiem Gesundheitszustand einbringen.  Wir freuen uns daher über einen mengenmäßig kleinen, aber qualitativ großartigen Jahrgang 2016!

 

Anna Reisner-Iorillo (Weingut Igler), Deutschkreutz

Dieses Jahr war sehr spannend und anspruchsvoll. Durch den massiven Spätfrost in der letzten Aprilwoche kam es zu einem Entwicklungsstop bzw. Absterben der Pflanzen. Neue Triebe lagen 3-4 Wochen in der regulären Vegetation zurück und somit konnte sich nicht jede Traube bis zum Lesezeitpunkt voll entwickeln. Der Qualität tat dies keinen Abbruch und so haben wir ein quantitativ schwaches aber qualitativ hochwertiges Weinjahr 2016

Der Sommer war sehr arbeitsintensiv, trotz geringer Menge war viel Grünarbeit zu leisten; durch die Stresssituation hat die Rebe als Ausgleich mehr Wachstum betrieben und längere Triebe produziert.Viel Geduld, Nerven und ständige Kontrollen waren gefragt, um reifes Traubenmaterial zu erhalten, die Hauptlesezeit hat Ende September begonnen und war bereits mit dem 21.10.2016 abgeschlossen. Die 2016-er Weine werden farbbetont, kräftig, ausbalanciert mit kräftigen Waldfruchtaromen und viel weichen Tanninen.

  

Rainer Stubits (Weingut Stubits), Kohfidisch

Der Jahrgang 2016 wird uns im Südburgenland, besonders hier am Csaterberg, für ewig in Erinnerung bleiben!  Die frühe Entwicklung der Reben wurde durch die Spätfroste vom 26., 28. und 29. April abrupt abgebremst und gleichzeitig bekamen wir durch den neuerlichen, fast als wuchernden zu bezeichnenden, Austrieb sehr viel Arbeit beschert - leider ohne Aussicht auf entsprechenden Ertrag. Die Schätzung nach dem Frost lag bei rund 30-40% einer durchschnittlichen Ernte. Die weitere Entwicklung war aufgrund der geringen Ansätze dann zufriedenstellend - bis zum 15. August. An diesem Tag wütete eines der schlimmsten Hagelunwetter und wir konnten letztendlich nur mit hohem zeitlichen Aufwand und gezielt genauer Handlese hauptsächlich einzelne Beeren (!) ernten und kamen somit auf eine rund 10%ige Ernte, welche extrem tolle und hochwertige Weine ergab. Die beiden Lagen-Weißweine (WR und GV) sind im Fass, als Klassik-Weißwein gibt es die Cuvée "Frost" und die Rotweinsorten wurden durch die Strapazen des Jahres ausschließlich unter dem Namen "Rosé Hagel" produziert. Die Folgeschäden in den Weingärten werden auch noch teilweise die heurige Ernte betreffen, doch wir hoffen zumindest auf einen besseren Jahreswetterverlauf für das Jahr 2017.

 

Gerald Wieder, Winzerkeller Neckenmarkt

Jahrgang 2016 ist aufgrund des Frostes mengenmäßig ein kleiner Jahrgang, in der Qualität jedoch ein großer. Der Jahrgang präsentiert sich tief dunkel mit einer sehr präzisen Frucht und reifen Tanninen. Im Mittelburgenland zeigt sich besonders die Leitsorte Blaufränkisch von herausragender Qualität und großem Reifepotenzial.

 

 

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