Wein Burgenland Präsentation Hofburg Wien 2. März 2020

Foto: Nicole Heiling Photography

Präsentation in Wien: Das Burgenland feiert drei große Jahrgänge

Die große Jahrgangspräsentation des burgenländischen Weins in der Wiener Hofburg ist ein Fixpunkt im Jahreskalender der Weinfreundinnen und Weinfreunde in der Bundeshauptstadt. Rund 2.500 von ihnen durften die Früchte gleich mehrerer großer Weinjahrgänge in Folge verkosten und genießen: Nach 2017 und 2018 steht mit 2019 ein echtes Wein-Highlight vor der Tür – allerdings in geringerer Menge als 2018. Und mit den 14 Topwinzern der Wachau, die heuer als Gast-Region mit dabei war, konnten die Veranstalter gleich ein weiteres Highlight präsentieren. 

Der Wein ist im Burgenland Chefsache. Darum ließ es sich Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf auch nicht nehmen, persönlich an der Pressekonferenz im Vorfeld der Präsentation teilzunehmen und dort die Bedeutung des Weinbaus für den Wirtschaftsstandort Burgenland besonders hervorzuheben. „Der Produktionswertanteil des Weins an der landwirtschaftlichen Erzeugung im Burgenland lag zuletzt bei mehr als 36 Prozent und die Bruttowertschöpfung bei mehr als 230 Millionen Euro. 7.400 Arbeitsplätze werden durch die Weinwirtschaft gesichert, dies entspricht mehr als 6 Prozent der burgenländischen Beschäftigten“, so Eisenkopf, die dem burgenländischen Weinbau darüber hinaus auch in Sachen Qualität Rosen streute: „Ich bin stolz, dass wir in Wien eine so große Vielfalt an Weinen von hervorragender Qualität präsentieren können.  Diese Vielfalt ob Weiß-, Rot-, Süß- oder Schaumwein zeigt die Stärken des Burgenlandes im Weinbereich.“

 

2017, 2018, 2019 – Dauer-Hoch über dem Burgenland

Davon konnten sich im Anschluss an das Pressegespräch die Besucher der Jahrgangspräsentation überzeugen. Im Rotweinbereich stammten die klassischen Weine großteils aus dem Jahrgang 2018, die Reserven und Lagenweine aus dem Jahr 2017 und es erwies sich, dass diesen beiden Jahrgängen zu Recht Vorschusslorbeeren umgehängt worden sind. Die Weine präsentieren sich dicht, stoffig und komplex, mit einem reifen, bereits gut eingebundenen Gerbstoff. Bei den Weißweinen zeigen sich die 2017er und 18er in bester Trinkverfassung und die ersten Proben vom Jahrgang 2019, der neben guter Reife auch viel frische Frucht und eine reife aber animierende Säure gebracht hat, sorgten für großen Genuss und Vorfreude auf das, was dieser außergewöhnliche „9er Jahrgang“ noch bringen wird. 

 

Kleinere Menge – hervorragende Qualität

Der dürfte in diesem hochkarätigen Triumvirat wohl der Primus inter pares werden, wenn auch mit dem kleinen Wermutstropfen einer etwas geringeren Erntemenge, wie Andreas Liegenfeld, Präsident des Burgenländischen Weinbauverbandes erläuterte: „Der Jahrgang 2019 war von der Menge mit rund 566.000 Litern kleiner als 2018 aber die Qualität ist hervorragend. Wir werden sehr viele frische und fruchtige Weine als auch Weine mit Reifepotenzial aus diesem Jahrgang sehen“. Und Liegenfeld ergänzt: „Der Konsument schaut natürlich und zu Recht immer zuerst auf die Qualität eines Jahrgangs, doch für uns als Winzer ist auch die Erntemenge ein wichtiger Faktor. Nur, wenn die Betriebe wirtschaftlich gesund sind, können wir investieren und einen entsprechend hohen Aufwand im Weingarten und Keller betreiben, der für das Erreichen höchster Qualität notwendig ist.“

 

Burgenländischer Wein als Teil der Erfolgsgeschichte

Georg Schweitzer, seit Anfang des Jahres neuer Geschäftsführer der Wein Burgenland Georg, sieht den burgenländischen Wein als wesentlichen Baustein der Erfolgsgeschichte des österreichischen Weins im Export: „Der burgenländische Wein hat sich in der Qualitätspyramide ganz oben angesiedelt und ist auch weltweit beliebt“, so Schweitzer. „Der Export von österreichischem Wein ist 2018 auf ein Rekordniveau von 53 Millionen Litern und einen Wert von 170 Millionen Euro angestiegen. Hauptsächlich dafür verantwortlich ist der Flaschenweinexport. Deutschland ist mit etwas unter 50 Prozent der größte Markt, aber Länder wie die USA, Schweiz, Polen und die Slowakei zeigen sehr große Zuwachsraten. Daher wird die Wein Burgenland vermehrt Aktivitäten in diesen Märkten setzen. Burgenländischer Wein steht für Qualität!“

 

Die Wachau grüßt das Burgenland

Verstärkt wurde die Phalanx der burgenländischen Winzer in der Wiener Hofburg durch eine hochkarätige Abordnung der Kollegen aus der Wachau, die mit 14 der absoluten Top-Produzenten vor Ort war. Mit dabei auch der Obmann der Vereinigung „Vinea Wachau“, Emmerich Knoll, der in seinem Statement die verbindenden Elemente hervorhob und einen Ausblick die weitere Entwicklung der Wachau in Hinblick auf die Einführung der DAC gab: „Mit dem Burgenland verbindet uns Wachauer Winzer neben zahlreichen persönlichen Freundschaften wohl in erster Linie das Streben nach höchster Weinqualität mit klar erkennbarer Herkunft. Wir möchten Weine erzeugen, die sowohl zuhause in Österreich als auch auf dem internationalen Markt Anklang und Anerkennung finden und als Botschafter unseres Gebietes erkannt werden. In der Wachau liegt der Fokus naturgemäss auf den beiden Hauptsorten Grüner Veltliner und Riesling, welche in unterschiedlichen Stilistiken ausgebaut werden. Die Steinfeder steht für einen leichten, frischen Stil, das Federspiel für mittelkräftige und der Smaragd für langlebige, komplexe Weine. Ab dem Jahrgang 2020 werden auch in der Wachau DAC-Richtlinien gelten, mit welchen beispielsweise die Handlese für alle Weine mit der Ursprungsbezeichnung Wachau verpflichtend wird und die kleineren Herkünfte noch präziser geregelt werden.“

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